Trüffeln in Hamburg entdecken – Bürgerforscher gesucht

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Hamburg – ein weißer Fleck auf der Trüffelkarte?


amburg ist grün. Parks, alte Baumbestände, Friedhöfe und naturnahe Flächen bieten zahlreiche Lebensräume für Pilze. Doch welche unterirdisch wachsenden Pilze und Trüffel sich darunter verbergen, ist bislang nur unzureichend erforscht.

Der Grund ist erstaunlich einfach: Es fehlten bisher ausreichend ausgebildete Trüffelsucher, die geeignete Gebiete Hamburgs systematisch mit ihren Hunden untersuchen.

Die Forschungsgruppe Hypogäen möchte diese Wissenslücke gemeinsam mit engagierten Bürgerforschern schließen.

Die spannende Frage lautet:

Welche Trüffelarten wachsen tatsächlich in Hamburg?

Wo könnten in Hamburg Trüffeln wachsen?

Trüffeln wachsen nicht zufällig. Entscheidend sind unter anderem Boden, Geologie, pH-Wert, Vegetation und geeignete Mykorrhizabäume.

Geologische und bodenkundliche Karten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) können erste Hinweise auf interessante Suchgebiete liefern. Karten allein können jedoch keine Trüffelvorkommen nachweisen.

Dafür braucht es Menschen, die hinausgehen und suchen.

Geeignete Standorte sollen deshalb zunächst ausgewählt und anschließend von ausgebildeten Bürgerforschern stichprobenartig untersucht werden. Jeder dokumentierte Fund erweitert unser Wissen über die tatsächliche Verbreitung der Trüffeln in Deutschland

Bürgerforscher für Hamburg gesucht

Für unser Forschungsprojekt suchen wir neugierige Menschen aus Hamburg und Umgebung, die sich für Pilze, Hunde und Natur begeistern.

Besonders willkommen sind Hundeführer, die bereits irgendwo einen Grundkurs „Trüffelsuche mit Hund“ besucht haben, anschließend aber nicht recht wussten, wie sie ihre erworbenen Kenntnisse erfolgreich in die Praxis umsetzen können.

Genau hier setzt die weiterführende Ausbildung an.

Bürgerforscher lernen, potenzielle Trüffelstandorte zu erkennen, Suchgebiete auszuwählen, systematisch abzusuchen sowie Funde zu dokumentieren und zur Bestimmung vorzulegen.

Dabei zählen vor allem Entdeckerfreude, Ausdauer und Lust auf Erfolgserlebnisse.

Noch keine Erfahrung? Einstieg in die Trüffelsuche mit Hund

Auch Hundehalter ohne Vorkenntnisse können mitmachen.

Ein Einführungskurs vermittelt zunächst die Grundlagen der Trüffelsuche mit Hund. Dabei lernen Mensch und Hund gemeinsam, wie Trüffelgeruch konditioniert, die Suche aufgebaut und ein Fund zuverlässig angezeigt wird.

Darauf kann anschließend die Ausbildung zum Bürgerforscher aufbauen.

Das Ziel ist nicht nur, dass der Hund eine versteckte Trüffel findet. Bürgerforschung beginnt dort, wo der Hundeführer versteht, warum er gerade an diesem Standort suchen sollte und wie aus einem Fund verwertbare Forschungsdaten werden.

Neu: Trüffelsuche ohne Hund

Ein eigener Hund ist keine Voraussetzung für die Mitarbeit.

Die Forschungsgruppe Hypogäen erweitert deshalb ihr Ausbildungsangebot um die Trüffelsuche ohne Hund. Ein entsprechender Kurs wurde bereits in Portugal durchgeführt und soll nun auch in Deutschland angeboten werden.

Dieses Angebot richtet sich besonders an Pilzkundler, Pilzberater, Pilzsachverständige und erfahrene Pilzsammler.

Bestimmte oberirdisch wachsende Pilze können nämlich Hinweise auf Standorte geben, an denen auch Trüffeln vorkommen könnten. Dazu zählen beispielsweise Kupferroter Gelbfuß, Satansröhrling, Speismorchel, Zungenkernkeule, Anhängselröhrling und Wurzelnder Bitterschwamm.

Wer solche Zusammenhänge erkennt, betrachtet einen Wald oder Park plötzlich mit ganz anderen Augen.

Kann ich auch ohne Hund Trüffel-Bürgerforscher werden?


Ja. Auch ohne eigenen Trüffelhund können Sie aktiv an der Trüffelforschung in Hamburg mitwirken.

Besonders Pilzkundler und erfahrene Pilzsammler sind willkommen. Sie können geeignete Lebensräume erkennen, Zeigerpilze bestimmen, potenzielle Fundgebiete kartieren und Suchflächen dokumentieren.

Bei der gezielten Feldarbeit ergänzen sich Bürgerforscher mit und ohne Hund – jeder bringt seine besonderen Kenntnisse ein.

Von Hamburg bis Portugal: Forschung kann Überraschungen bringen

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Wer gezielt sucht, kann Neues entdecken

Die Erfahrungen der Forschungsgruppe Hypogäen zeigen, wie groß die Wissenslücken bei unterirdisch wachsenden Pilzen noch sind.

Bei Forschungsarbeiten in Portugal gelangen bemerkenswerte Funde, darunter auch wissenschaftlich bislang unbekannte Arten.

Eine davon trägt inzwischen den Namen:

Tuber honstrassii

Die neue Trüffelart wurde nach dem Leiter der Forschungsgruppe Hypogäen benannt. Die wissenschaftliche Beschreibung erschien 2026. Die Benennung würdigt seine langjährige Beschäftigung mit unterirdisch fruktifizierenden Pilzen.

Solche Entdeckungen machen deutlich, was systematische Feldarbeit leisten kann.

Warum sollte Vergleichbares nicht auch in Deutschland möglich sein?

DNA-Sequenzierung: Wenn das Mikroskop nicht mehr ausreicht

Nicht jede gefundene Trüffel lässt sich anhand ihres Aussehens und mikroskopischer Merkmale eindeutig bestimmen.

Deshalb sollen künftig besonders interessante oder unklare Funde aus Deutschland bei Bedarf zusätzlich durch DNA-Untersuchungen und Sequenzierung überprüft werden.

Hierfür kann die Forschungsgruppe Hypogäen auf die Zusammenarbeit mit Trüffelfreunden in Portugal und wissenschaftliche Expertise aus Spanien zurückgreifen.

Damit steigt auch die Chance, seltene Arten, Neufunde für einzelne Bundesländer oder möglicherweise bislang wissenschaftlich unbekannte Arten zu erkennen.

Trüffelanbau in Hamburg – erst forschen, dann beurteilen

Natürlich bleibt auch der Trüffelanbau in Hamburg ein interessantes Thema. Ob eine konkrete Fläche dafür geeignet ist, lässt sich jedoch nicht anhand der Postleitzahl oder einer allgemeinen Bodenkarte entscheiden.

Entscheidend sind die Verhältnisse direkt vor Ort: Bodenaufbau, Kalkversorgung, pH-Wert, Wasserhaushalt und weitere Standortfaktoren.

Auf dieser neuen Hamburg-Seite steht deshalb zunächst die Erforschung natürlicher Trüffelvorkommen im Mittelpunkt. Mit jedem neuen Fund wächst das regionale Wissen – und damit verbessert sich auch die Grundlage für die Beurteilung des Trüffelanbaus.

Gemeinsam die Trüffelkarte Hamburgs füllen


Heute ist Hamburg auf unserer Trüffelkarte noch weitgehend ein weißer Fleck.

Das soll sich ändern.

Wir suchen Menschen, die nicht nur wissen möchten, ob es in Hamburg Trüffeln gibt, sondern bereit sind, selbst bei der Beantwortung dieser Frage mitzuwirken.

Vielleicht findet Ihr Hund die ersten Trüffeln an einem bislang völlig unbeachteten Standort. Vielleicht entdecken Sie als Pilzkenner einen vielversprechenden Lebensraum. Und vielleicht liegt unter einem Hamburger Baum sogar eine Art, mit der niemand gerechnet hat.

Man kann darauf warten, dass jemand sie findet. Oder selbst mit der Suche beginnen.

Für wen ist die Bürgerforschung interessant?

Das Programm richtet sich insbesondere an Hundeführer mit und ohne Erfahrung in der Trüffelsuche, Absolventen früherer Trüffelkurse, Pilzsammler, Pilzberater und Pilzsachverständige, Naturfreunde, Förster und Biologen sowie Menschen mit Freude an eigenständiger Feldforschung.

Entscheidend ist weniger, was Sie bereits wissen, sondern ob Sie bereit sind, hinzuzulernen, regelmäßig zu suchen und Ihre Beobachtungen sorgfältig zu dokumentieren.

Werden Sie
Trüffel-Bürgerforscher
in Hamburg

Sie möchten nicht nur über Trüffeln lesen, sondern selbst herausfinden, was unter Hamburgs Bäumen verborgen liegt?

Ob mit Hund oder ohne Hund: Wir vermitteln das notwendige Wissen für die praktische Feldarbeit und möchten gemeinsam mit engagierten Bürgerforschern die bislang weitgehend unbekannte Trüffelwelt Hamburgs erforschen.

Entdecken. Dokumentieren. Forschen. – Werden Sie Teil der Forschungsgruppe Hypogäen.

Häufige Fragen und unsere Antworten

  • Gibt es Trüffeln in Hamburg?

    Bislang fehlen uns ausreichende systematische Untersuchungen, um die tatsächliche Verbreitung von Trüffeln in Hamburg beurteilen zu können. Genau das möchten wir ändern. Ausgebildete Bürgerforscher sollen potenziell geeignete Gebiete untersuchen und Funde dokumentieren.

  • Wo könnten in Hamburg Trüffeln wachsen?

    Interessant sind Standorte mit geeigneten Böden und Mykorrhizabäumen. Geologische und bodenkundliche Karten liefern erste Hinweise. Ob dort tatsächlich Trüffeln wachsen, kann jedoch erst die Suche vor Ort zeigen.

  • Wie werde ich Trüffel-Bürgerforscher?

    Die Ausbildung verbindet theoretisches Wissen über Trüffeln, Böden, Wirtsbäume und Standorte mit praktischer Such- und Dokumentationsarbeit. Ziel ist die selbständige Mitarbeit an regionalen Forschungsprojekten.

  • Brauche ich einen eigenen Trüffelhund?

    Nein. Bürgerforschung ist auch ohne Hund möglich. Besonders Pilzkundler können bei Standortauswahl, Kartierung, Bestimmung von Zeigerpilzen und Dokumentation wichtige Aufgaben übernehmen.

  • Kann mein Hund die Trüffelsuche lernen?

    Grundsätzlich können viele Hunde für die Geruchssuche trainiert werden. In einem Einführungskurs lernen Hund und Halter die Grundlagen, auf denen anschließend die praktische Ausbildung aufgebaut werden kann.

  • Ich habe schon einen Trüffelkurs besucht. Kann ich trotzdem teilnehmen?

    Gerade dann! Besonders gesucht werden Hundeführer, die bereits einen Grundkurs absolviert haben, ihre Kenntnisse jetzt aber vertiefen und für echte Feldforschung einsetzen möchten.

  • Kann man Trüffeln auch ohne Hund finden?

    Ja. Kenntnisse über Böden, Vegetation, Wirtsbäume und bestimmte oberirdisch wachsende Pilze helfen, potenziell interessante Standorte einzugrenzen. Darauf baut unser neues Ausbildungsangebot zur Trüffelsuche ohne Hund auf.

  • Was geschieht mit ungewöhnlichen Trüffelfunden?

    Interessante Funde werden dokumentiert und fachlich untersucht. Ist eine sichere Bestimmung nicht möglich, können weiterführende Untersuchungen bis hin zur DNA-Sequenzierung sinnvoll werden.

  • Können in Hamburg noch unbekannte Trüffelarten entdeckt werden?

    Das lässt sich nicht vorhersagen – genau darin liegt der Reiz der Forschung. Erfahrungen aus anderen Regionen zeigen, dass systematische Suche seltene Arten, regionale Neufunde und im Ausnahmefall sogar wissenschaftlich unbekannte Arten hervorbringen kann.

  • Ist Hamburg auch für Trüffelanbau geeignet?

    Das kann nur für eine konkrete Fläche beantwortet werden. Entscheidend sind unter anderem Boden, Kalkgehalt, pH-Wert und Wasserhaushalt. Eine fachgerechte Standort- und Bodenprüfung sollte deshalb jeder Pflanzentscheidung vorausgehen.

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