Trüffeln in Bremen entdecken – Bürgerforscher gesucht

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Bremen – ein weißer Fleck auf der Trüffelkarte Deutschlands

Obwohl in vielen Regionen Deutschlands inzwischen Trüffel nachgewiesen wurden, gehört Bremen noch zu den Bundesländern, die bislang kaum systematisch untersucht werden konnten. Der Grund ist einfach: Es fehlten bisher ausreichend ausgebildete Trüffelsucher mit Hund.

Das möchten wir ändern.

Die Forschungsgruppe Hypogäen startet deshalb ein neues Bürgerforschungsprogramm. Ziel ist es, interessierte Naturfreunde und Hundeführer auszubilden, damit sie selbst aktiv zur Erforschung der heimischen Trüffelwelt beitragen können.

Dabei geht es zunächst weniger um den Trüffelanbau als um die spannende Frage:

Welche Trüffelarten wachsen tatsächlich in Bremen?

Warum Bremen ein interessantes Forschungsgebiet sein könnte

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) stellt geologische Karten zur Verfügung, aus denen sich Gebiete mit potentiell geeigneten Böden ableiten lassen.

Ob diese Standorte tatsächlich Trüffeln beherbergen, lässt sich jedoch nur durch praktische Feldarbeit überprüfen.

Genau hier setzt unser Forschungsprojekt an.

Jeder neue Fund hilft dabei,

  • die Verbreitung heimischer Trüffel besser zu verstehen,
  • seltene Arten nachzuweisen,
  • neue Lebensräume zu dokumentieren,
  • wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen

Werden Sie Bürgerforscher

Naturbeobachtung kann spannend sein.

Noch spannender wird sie, wenn daraus echte Forschung entsteht.

Wir suchen engagierte Menschen aus Bremen, die bereit sind,

  • regelmäßig geeignete Standorte zu untersuchen,
  • Funde sorgfältig zu dokumentieren,
  • mit ihren Hunden Suchgebiete zu kontrollieren,
  • gemeinsam neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Vorkenntnisse sind hilfreich, aber keine Voraussetzung.

Sie erhalten eine fundierte Ausbildung in Theorie und Praxis.

Für wen eignet sich das Programm?

Unser Ausbildungsangebot richtet sich insbesondere an:

  • Hundeführer, die bereits einen Grundkurs „Trüffelsuche mit Hund" besucht haben.
  • Pilzberater und Pilzsachverständige.
  • Pilzsammler.
  • Naturfreunde.
  • Förster.
  • Waldbesitzer.
  • Studierende biologischer Fachrichtungen.
  • Menschen mit Freude am Entdecken.
  • Schüler der Abschlussklassen von Gymnasien

Trüffelsuche mit Hund



Ein gut ausgebildeter Hund ist das wichtigste Hilfsmittel bei der Trüffelsuche.

Viele Teilnehmer besuchen zunächst einen Grundkurs.

Anschließend begleiten wir sie Schritt für Schritt bis zum selbständigen Bürgerforscher.

Dabei lernen Mensch und Hund gemeinsam,

  • geeignete Standorte zu erkennen,
  • Suchstrategien anzuwenden,
  • Trüffeln fachgerecht freizulegen,
  • Funde wissenschaftlich zu dokumentieren.
  • Trüffelstandorte zu analysieren

Neu in Deutschland: Trüffelsuche ohne Hund

Trüffelsucher der Forschungsgruppe in Portugal

Nicht jeder besitzt einen Hund.

Deshalb bieten wir künftig erstmals in Deutschland einen Einführungskurs zur Trüffelsuche ohne Hund an.

Dieses Ausbildungskonzept wurde bereits erfolgreich in Portugal durchgeführt.

Pilzkenner wissen seit langem, dass verschiedene oberirdisch wachsende Pilzarten wertvolle Hinweise auf unterirdische Trüffeln geben können.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Kupferroter Gelbfuß
  • Speismorchel
  • Satansröhrling
  • Anhängselröhrling
  • Zungenkernkeule
  • Wurzelnder Bitterröhrling
Wer diese Zusammenhänge versteht, kann geeignete Suchgebiete deutlich gezielter auswählen.

Forschung statt Zufall

Von der Natur zur Kultur-jede Veranstaltung generiert neues Wissen

Unsere Erfahrungen zeigen:

Je intensiver nach Trüffeln gesucht wird, desto mehr Arten werden gefunden.

Die Forschungsgruppe Hypogäen konnte in Portugal zahlreiche bemerkenswerte Entdeckungen machen.

Darunter befinden sich mehrere wissenschaftlich neue Arten.

Eine davon wurde sogar nach dem Leiter der Forschungsgruppe benannt:

Tuber honstrassii.

Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erschien 2026 in der internationalen Fachzeitschrift Persoonia. Die Art wurde von Larissa Möller und Antonio Paz beschrieben und nach ihm benannt – als Anerkennung seiner langjährigen Forschungsarbeit zu unterirdisch lebenden Pilzen.

Diese Erfolge zeigen, welches Potenzial auch in Deutschland noch verborgen sein könnte.

Moderne DNA-Analysen schaffen Klarheit

Trüffel haben keine Lobby-vieles ist noch unerforscht

Nicht jede Trüffel lässt sich allein anhand äußerer Merkmale sicher bestimmen.

Deshalb werden künftig interessante Funde zusätzlich mittels DNA-Sequenzierung untersucht.

Hier arbeitet die Forschungsgruppe Hypogäen mit erfahrenen Trüffelforschern in Portugal sowie spanischen Wissenschaftlern zusammen.

Dadurch lassen sich auch seltene Arten oder bislang unbekannte Trüffeln eindeutig bestimmen.

Werden Sie Trüffel-Bürgerforscher in Bremen

Sie möchten nicht länger nur über Trüffeln lesen, sondern selbst aktiv an ihrer Erforschung mitwirken? Dann begleiten Sie die Forschungsgruppe Hypogäen auf dem Weg zu neuen Erkenntnissen. Ob mit Hund oder ohne Hund – wir vermitteln Ihnen das notwendige Wissen, begleiten Ihre ersten Forschungsarbeiten und freuen uns über jeden Menschen, der mit Entdeckergeist und wissenschaftlicher Neugier zur Erforschung der heimischen Trüffelwelt beiträgt.

Häufige Fragen 

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  • Gibt es überhaupt Trüffeln in Bremen?

    Ja. Ohne Zweifel, aber es fehlen Nachweise: Als obligate Symbionten leben Trüffeln in Gemeinschaft mit verschiedenen Bäumen, Sträuchern und Pflanzen. Die Vielfalt der regionalen Bodenverhältnisse (sauer, alkalisch, neutral) sowie der Baumarten schafft die nötigen Bedingungen für das Wachstum unterschiedlicher Trüffelarten. Bislang sind die einheimischen Mykologen dieser Frage nocht nicht nachgegangen. 


  • Benötige ich einen Trüffelhund?

    Nein. Die Effektivität der Trüffelsuche wird direkt durch den Einsatz spezialisierter Ressourcen bestimmt. Auf speziellen Kursen werden Techniken vorgestellt, die eine manuelle Suche ohne Hund ermöglichen, doch dieser Ansatz ist nachweislich weniger erfolgreich. Die entscheidende Variable ist die Fähigkeit, den überlegenen Geruchssinn eines ausgebildeten Hundes zu nutzen. Folglich ist der Einsatz eines Hundes nicht nur eine Option, sondern die Kernkomponente für eine maximierte Ausbeute; jede andere Methode stellt einen signifikanten Kompromiss in der Effizienz dar


  • Kann ich auch ohne Hund Trüffel-Bürgerforscher werden?i

    Ja. Auch ohne eigenen Trüffelhund können Sie aktiv an der Trüffelforschung mitwirken. Besonders Pilzkundler und erfahrene Pilzsammler sind willkommen. Sie können geeignete Lebensräume erkennen, Zeigerpilze bestimmen, Fundgebiete kartieren und Suchflächen dokumentieren. Bei der gezielten Trüffelsuche ergänzen sich so Bürgerforscher mit und ohne Hund – jeder bringt seine besonderen Kenntnisse ein.

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