Wo es Trüffeln gibt ist auch Anbau möglich


Trüffel im Landkreis Goslar – Burgundertrüffeln entdecken und erfolgreich anbauen

Von den Besten der Besten profitieren


Wer an den Harz denkt, verbindet damit meist Wälder, Berge, Bergbaugeschichte und eine abwechslungsreiche Natur. Dass im Landkreis Goslar auch Burgundertrüffeln (Tuber aestivum) wachsen, dürfte dagegen viele Menschen überraschen.

Dabei haben unsere Untersuchungen der Forschungsgruppe Hypogäen (FGH) gezeigt, dass sich in den kalkreichen Landschaften des nördlichen Harzvorlandes zahlreiche natürliche Trüffelstandorte finden lassen.

Von Bad Harzburg über die Hügel rund um Goslar bis zum Harlyberg und den benachbarten Landkreisen konnten wir immer wieder Burgundertrüffeln nachweisen.

Diese Erfahrungen sind zugleich eine wichtige Grundlage für den professionellen Trüffelanbau. Denn wer die Lebensbedingungen der Trüffeln in der Natur untersucht, gewinnt wertvolle Erkenntnisse für die Etablierung und Bewirtschaftung eigener Trüffelkulturen.

Der Landkreis Goslar bietet damit interessante Perspektiven – für Naturfreunde, Landwirte, Grundstückseigentümer und Liebhaber hochwertiger regionaler Lebensmittel.

Landkreis Goslar – Landwirtschaft, Wälder und neue Möglichkeiten der Wertschöpfung


Der Landkreis Goslar umfasst rund 96.673 Hektar und zählt etwa 126.000 Einwohner. Mit ungefähr 57.000 Hektar Wald gehört er zu den besonders waldreichen Landkreisen Niedersachsens.

Landwirtschaftlich genutzt werden rund 27.378 Hektar, überwiegend im Harzvorland. Die etwa 278 landwirtschaftlichen Betriebe erzeugen unter anderem Weizen, Dinkel, Hafer, Ackerbohnen, Körnermais und Kartoffeln. Hinzu kommen Grünland, Sonnenblumen und regionale Sonderkulturen.

Traditionelle Streuobstwiesen und hochstämmige Obstbäume bereichern die Kulturlandschaft. Als anerkannte Ökomodellregion fördert der Landkreis außerdem die ökologische Landwirtschaft.

Für die Entwicklung neuer landwirtschaftlicher Produktionszweige ist das eine interessante Ausgangslage.

Trüffelanbau als langfristige Ergänzung landwirtschaftlicher Betriebe

Trüffelkulturen können auf geeigneten Flächen eine zusätzliche Einkommensperspektive eröffnen.

Anders als bei klassischen Ackerkulturen steht jedoch nicht die jährliche Aussaat und Ernte im Mittelpunkt. Trüffelanbauer etablieren eine mehrjährige Pilzkultur, in der geeignete Bäume und Sträucher als notwendige Ektomykorrhizapartner dienen.

Ob eine Fläche geeignet ist, entscheidet sich nicht allein anhand ihrer bisherigen Nutzung. Boden, Ausgangsgestein, Wasserhaushalt und die Möglichkeiten einer langfristig fachgerechten Bewirtschaftung müssen gemeinsam beurteilt werden.

Trüffeln im Harzvorland – Kalksteine im Untergrund weisen den Weg


Die geologischen Verhältnisse im Landkreis Goslar unterscheiden sich erheblich.

Während große Bereiche des Harzes von anderen Ausgangsgesteinen geprägt sind, finden sich im nördlichen Harzvorland zahlreiche kalkhaltige Formationen unterschiedlicher Erdzeitalter.

Besonders interessant sind für unsere Untersuchungen die Kalklandschaften aus Muschelkalk, Zechstein, Jura und Kreide.

Dort bieten sich vielerorts Bedingungen, unter denen Burgundertrüffeln natürliche Lebensräume finden können.

Natürliche Trüffelvorkommen und Trüffelanbau unterscheiden

Ein natürlicher Burgundertrüffelstandort ist nicht automatisch eine geeignete Fläche für eine wirtschaftlich produktive Trüffelplantage.

Nach unseren Untersuchungen können Burgundertrüffeln in der Natur unter einer größeren Bandbreite von Bodenbedingungen vorkommen, als vielfach angenommen wird.

Für den gezielten Anbau verfolgen wir dagegen strengere Standortanforderungen. Dazu gehören insbesondere ein geeigneter pH-Wert, ausreichend frei verfügbarer Kalk, passende Bodenstruktur und eine gesicherte Wasserversorgung.

Die Geologie hilft uns, potenzielle Suchgebiete zu erkennen. Ob eine Fläche für den Trüffelanbau geeignet ist, muss anschließend genauer untersucht werden.

Trüffelforschung bei Goslar und Bad Harzburg – Marion Höfert und Beppo auf Entdeckungstour


Einen bedeutenden Beitrag zur Erforschung der natürlichen Trüffelvorkommen im nördlichen Harzvorland leistete Marion Höfert aus Bad Harzburg mit ihrem Lagotto Romagnolo Beppo.

Während  Bärbel Schöttker aus Hamburg mit ihrer Hündin Lisa maßgeblich bei der Trüffelsuche im Leinebergland die Forschungsgruppe Hypogäen unterstützte, wurde Marion Höfert zu einer wichtigen Mitstreiterin bei unseren Untersuchungen in den Landkreisen Goslar, Salzgitter, Wolfenbüttel und bis nach Helmstedt.

Gemeinsam suchten wir zahlreiche kalkreiche Landschaften ab. Marion war darüber hinaus häufig selbstständig mit Beppo unterwegs.

Ihre besondere Stärke lag in der sorgfältigen wissenschaftlichen Bearbeitung der Funde.

So entstanden wertvolle Erkenntnisse über die Verbreitung und die ökologischen Standortbedingungen der Burgundertrüffel in Südniedersachsen.

Eine Forschungsfrage führt zu neuen Trüffelstandorten

Eines Tages fragte Marion:

„Hast Du noch eine spannende Aufgabe für mich?“

Ich schlug ihr vor, in Niedersachsen bekannte Standorte von Anhängselröhrling und Satansröhrling gezielt auf Burgundertrüffeln zu untersuchen.

Der Gedanke dahinter: Beide Röhrlingsarten können auf bestimmte ökologische Bedingungen hinweisen, die auch für Burgundertrüffeln interessant sind.

Das Ergebnis war bemerkenswert. An sämtlichen von Marion auf diese Weise kontrollierten Standorten konnte sie Burgundertrüffeln nachweisen.

Diese Beobachtungen waren ein wertvoller Hinweis für die weitere Auswahl potenzieller Suchgebiete. Sie bedeuten allerdings nicht, dass die genannten Röhrlingsarten überall zuverlässige Trüffelanzeiger wären.

Fressen Wildschweine Burgundertrüffeln? Überraschende Beobachtungen im Harzvorland


Wildschweine gelten seit Jahrhunderten als typische Trüffelsucher. In vielen Darstellungen wird deshalb angenommen, dass sie auch Burgundertrüffeln regelmäßig aufspüren und fressen.

Unsere Feldbeobachtungen zeichnen jedoch ein differenzierteres Bild.

Im Auftrag der Forschungsgruppe Hypogäen installierte Marion Höfert an verschiedenen Trüffelstandorten Wildbeobachtungskameras.

Dabei gelang eine besonders interessante Beobachtung: Eine Wildschweinrotte durchquerte mehrfach unmittelbar eine natürliche Trüffelstelle, eine sogenannte Truffière.

Obwohl dort Trüffeln vorhanden waren, zeigten die erwachsenen Tiere kein erkennbares Interesse.

Lediglich einige Frischlinge berührten die Trüffeln kurz mit der Nase, folgten dann aber sofort den älteren Tieren.

Burgundertrüffeln und Hirschtrüffeln – unterschiedliche Beobachtungen

Auch bei weiteren Untersuchungen über mehrere Jahre und in unterschiedlichen Regionen konnten wir nicht beobachten, dass Wildschweine gezielt Burgundertrüffeln fraßen.

Dagegen ergaben unsere Untersuchungen von Wildschweinmägen in Brandenburg Hinweise auf den Verzehr von Hirschtrüffeln (Elaphomyces).

Diese Beobachtungen sind bemerkenswert, erlauben aber noch nicht den allgemeinen Schluss, dass Wildschweine niemals Burgundertrüffeln fressen.

Sie zeigen vielmehr, wie wichtig direkte Feldbeobachtungen sind, um verbreitete Vorstellungen über die Lebensweise und Verbreitung unterirdischer Pilze kritisch zu überprüfen.

Trüffeln am Harlyberg – manchmal genügt ein geschulter Blick


Nicht jede Burgundertrüffel wird durch einen speziell ausgebildeten Trüffelhund entdeckt.

Bei unseren Schulungsveranstaltungen über oberirdisch fruktifizierende Pilze im Harz wurde gelegentlich erläutert, welche Hinweise auf natürliche Trüffelvorkommen aufmerksam machen können.

Dabei ging es unter anderem um Vegetation, Bodenbeschaffenheit, Standortmerkmale und sichtbare Veränderungen an der Bodenoberfläche.

Wenige Tage nach einer solchen Veranstaltung meldete sich ein besonders aufmerksamer Pilzfinder aus Vienenburg.

Er hatte tatsächlich Burgundertrüffeln am Harlyberg entdeckt.

Diese Erfahrung bestätigt, wie wichtig es ist, vorhandenes Wissen über die Lebensweise der Pilze mit gezielter Naturbeobachtung zu verbinden.

Bürgerforscher entdecken neue Trüffelvorkommen


Bei unserer Ausbildung geht es nicht darum, Teilnehmer zu bekannten Fundstellen zu führen.

Vielmehr lernen sie, anhand geologischer und topografischer Karten, der Vegetation und weiterer Standortmerkmale eigenständig potenzielle Suchgebiete auszuwählen.

Das Ziel ist die Entdeckung und wissenschaftliche Dokumentation bislang unbekannter Trüffelvorkommen.


„Zing, zing, zing“ – unerwarteter Trüffelfund unter einer Hecke in Goslar


Manchmal werden Trüffeln auf ungewöhnliche Weise entdeckt.

Ein Landschaftspfleger aus Goslar meldete sich bei mir, nachdem er bei Pflegearbeiten unter einer Hecke mit seinem Freischneider auf harte Gegenstände gestoßen war.

Das ungewöhnliche Geräusch beschrieb er mit den Worten:

„Zing, zing, zing.“

Zu seiner Überraschung hatte er dabei Burgundertrüffeln freigelegt.

Der Fund zeigt, dass Trüffeln keineswegs ausschließlich tief im Wald vorkommen.

Auch geeignete Standorte unter Hecken, an Gehölzrändern und in anderen vom Menschen beeinflussten Lebensräumen können natürliche Trüffelvorkommen beherbergen.

Trüffeln mit den Füßen finden – ein ungewöhnliches Erlebnis bei Bad Harzburg


Ein besonders überraschendes Erlebnis hatte ich selbst während einer Trüffelsuche in der Umgebung von Bad Harzburg.

Wenige Tage zuvor hatte Bärbel Schöttkers Hündin Lisa einen unerwarteten Fund gemacht. Deshalb wollte ich eine kleine Kopfkamera einsetzen, um unsere Suchgänge künftig besser dokumentieren zu können.

Während die Kamera lief, bemerkte ich plötzlich einen ungewöhnlichen Druck unter meiner Fußsohle.

Ich stand auf einem weichen Moospolster.

Als ich mich bückte und das Moos vorsichtig zur Seite schob, entdeckte ich darunter tatsächlich Burgundertrüffeln.

Es waren die ersten Trüffeln, die ich buchstäblich mit meinen Füßen erfühlt hatte.

Das Erlebnis verdeutlicht, wie überraschend nahe sich natürliche Trüffeln manchmal an der Bodenoberfläche entwickeln können.

Ein außergewöhnlicher Fund – auf Video dokumentiert

Besonders erfreulich war, dass meine Kopfkamera während des Fundes lief.

Damit konnte diese ungewöhnliche Entdeckung filmisch festgehalten werden.

Der kurze Film bietet eine anschauliche Ergänzung zu unseren Berichten über die Trüffelsuche im Landkreis Goslar.

Eine Reise nach Istrien – und eine entscheidende Erkenntnis für den Trüffelanbau


Eine Forschungsreise nach Kroatien führte mich auf die Halbinsel Istrien, in das bekannte Trüffelgebiet am Motovuner Wald.

In Livade besuchte ich das Restaurant von Zigante, um den dort ausgestellten Gipsabdruck einer außergewöhnlich großen Trüffel zu betrachten, deren Fund Eingang in das Guinness-Buch der Rekorde gefunden hatte.

Beim Anblick dieser Trüffel kam mir spontan ein Gedanke:

Könnte eine besonders gute Wasserversorgung wesentlich zu ihrer außergewöhnlichen Größe beigetragen haben?

Diese Vermutung wollte ich nach meiner Rückkehr nach Deutschland überprüfen.

An einem natürlichen Burgundertrüffelstandort begann ich deshalb einen einfachen Bewässerungsversuch.

Ein Bewässerungsversuch mit überraschendem Ergebnis

Über einen Zeitraum von sechs Monaten brachte ich auf einer ausgewählten Versuchsfläche einmal monatlich etwa 20 Liter Wasser je Quadratmeter aus.

Eine rund 50 Meter entfernte Vergleichsfläche wurde nicht zusätzlich bewässert.

Das Ergebnis war bemerkenswert: Die untersuchten Trüffeln aus der bewässerten Fläche wiesen nach meinen damaligen Aufzeichnungen insgesamt eine um mehr als 100 Prozent höhere Masse auf als die Trüffeln der Vergleichsfläche.

Dieser Versuch war für mich ein wichtiger Anstoß, der Wasserversorgung bei der Entwicklung unserer Anbauverfahren wesentlich größere Aufmerksamkeit zu schenken.

Warum die Wasserversorgung für die Trüffelproduktion so wichtig ist

Die Entwicklung eines Burgundertrüffelfruchtkörpers vom Primordium bis zur Reife erstreckt sich über viele Monate.

Während dieser Zeit wirken sich die Bodenfeuchtigkeit und ihre zeitliche Verteilung auf die Entwicklung der Fruchtkörper aus.

Eine Trüffelplantage muss deshalb nicht nur während der Anwachsphase der Bäume, sondern auch während der späteren Produktionsjahre über eine bedarfsgerechte Wasserversorgung verfügen.

Für den professionellen Trüffelanbau ist Bewässerung kein nachträglicher Luxus, sondern ein wichtiger Bestandteil der Kulturplanung. - Von Anfang an.

Trüffelplantage bewässern – warum die richtige Wasserversorgung bereits bei der Pflanzung beginnt


Von Anfang an alles richtig machen: Wer eine Trüffelplantage anlegt, investiert in eine Kultur, die über viele Jahre produktiv sein soll.

Gerade in der Anwachsphase sind die jungen, mykorrhizierten Bäume und Sträucher auf geeignete Bodenfeuchte angewiesen und das Trüffelmycel muss sich erst ausbreiten, um den Partnerbaum mit Wasser zu versorgen.

Längere Trockenperioden können nicht nur die Entwicklung der Pflanzen beeinträchtigen, sondern auch die Etablierung der für den Trüffelanbau entscheidenden Symbiose erschweren.

Deshalb sollte die Wasserversorgung schon bei der Planung einer Trüffelkultur berücksichtigt werden.

Ohne Bewässerung wird die Produktion stärker vom Wetter abhängig

Burgundertrüffeln können selbstverständlich auch ohne künstliche Bewässerung wachsen. Natürliche Vorkommen belegen das eindrucksvoll.

Wer jedoch eine wirtschaftlich produktive Trüffelkultur etablieren möchte, verfolgt ein anderes Ziel: möglichst zuverlässige Produktionsbedingungen und langfristig hohe Erträge.

Dabei genügt es nicht, nur die Niederschlagsmenge eines Jahres zu betrachten. Ebenso wichtig sind die zeitliche Verteilung der Niederschläge, die Speicherfähigkeit des Bodens und der tatsächliche Wasserbedarf der Kultur.

Eine bedarfsgerechte Bewässerung muss deshalb zur jeweiligen Fläche und Entwicklungsphase passen.

Unsere Empfehlung: Planen Sie die Wasserversorgung von Anfang an ein und begleiten Sie die Entwicklung Ihrer Trüffelkultur durch regelmäßige Bodenfeuchte- und Bestandskontrollen.

Trüffelanbau im Landkreis Goslar – von der Standortprüfung zur produktiven Pilzkultur


Die natürlichen Trüffelvorkommen rund um Goslar und Bad Harzburg zeigen, dass Burgundertrüffeln in geeigneten Teilen der Region Lebensbedingungen vorfinden.

Für den professionellen Anbau reicht diese Erkenntnis allein jedoch nicht aus.

Eine produktive Trüffelkultur entsteht durch das gezielte Zusammenwirken zahlreicher Faktoren: geeigneter Standort, fachgerecht vorbereitetes Erdreich, hochwertige mykorrhizierte Pflanzen, angepasste Bewässerung und eine langfristig auf den Pilz abgestimmte Bewirtschaftung.

Die Trüffelbäume sind dabei notwendige Symbiosepartner. Das eigentliche Produktionsziel bleibt der Trüffelpilz.

Mit dem Thüringer Modell® hohe Trüffelerträge anstreben

Mit unserem Thüringer Modell® verfolgen wir das Ziel, auf geeigneten Flächen ab etwa dem zehnten Standjahr mindestens 100 Kilogramm Burgundertrüffeln je Hektar und Jahr zu produzieren.

Dafür verbinden wir Erkenntnisse aus der Erforschung natürlicher Trüffelstandorte mit Erfahrungen aus Versuchsanlagen und produktiven Trüffelplantagen.

Die angestrebten Erträge setzen geeignete Standortbedingungen und eine konsequente Kulturführung voraus. Sie sind keine pauschale Ertragsgarantie.

Trüffelanbau lernen – fachliche Weiterbildung während der gesamten Plantagenentwicklung


Die Anlage einer Trüffelplantage ist erst der Anfang.

In den folgenden Jahren verändern sich die Anforderungen an die Bewirtschaftung erheblich. Während zunächst die Etablierung der Mykorrhiza und die Entwicklung der Partnerpflanzen im Mittelpunkt stehen, gewinnen später die Steuerung der Kulturbedingungen, die Fruchtkörperbildung und die Ertragsoptimierung an Bedeutung.

Wer eine Trüffelkultur langfristig erfolgreich bewirtschaften möchte, benötigt deshalb mehr als eine einmalige Einführung.

Mit der Trüffelkultur müssen auch Wissen und Können wachsen

Unsere aufeinander aufbauenden Schulungen begleiten Interessenten vom grundlegenden Verständnis der Pilzbiologie über die Standortbeurteilung und Etablierung bis zur Betreuung produktiver Trüffelplantagen.

Dabei lernen die Teilnehmer nicht nur, welche Maßnahmen erforderlich sind, sondern insbesondere, warum und zu welchem Zeitpunkt sie sinnvoll sind.

Praktische Erfahrungen, eigene Beobachtungen und fachliche Beratung ergänzen die Ausbildung.

Unser Grundsatz: Nicht nur die Trüffelkultur muss sich entwickeln – auch das Wissen und Können des Trüffelanbauers.

Trüffelbäumchen kaufen und Trüffelplantage anlegen – mit fachlicher Begleitung


Wer im Landkreis Goslar eine eigene Trüffelkultur etablieren möchte, sollte bereits vor dem Kauf der Pflanzen klären, ob die vorgesehene Fläche geeignet ist.

Eine fachliche Standortprüfung kann helfen, kostspielige Fehlentscheidungen zu vermeiden.

Unsere Leistungen umfassen die Standortbeurteilung, Planung, Auswahl geeigneter mykorrhizierter Bäume und Sträucher sowie die fachliche Begleitung während der Entwicklung der Kultur.

Auch bestehende Anlagen können auf mögliche Ursachen geringer oder ausbleibender Erträge untersucht werden.

Trüffelbäume sind der Anfang – die Kulturführung entscheidet

Eine hochwertige Mykorrhizierung ist eine wichtige Voraussetzung, ersetzt aber nicht die erforderlichen Kenntnisse über den Trüffelpilz.

Deshalb verbinden wir die Bereitstellung geeigneter Pflanzen mit Beratung, Schulung und langfristiger Betreuung.

Sie möchten prüfen, ob sich Ihre Fläche im Landkreis Goslar für den Trüffelanbau eignet? Sprechen Sie mit uns, bevor Sie investieren.

Frische Burgundertrüffeln kaufen – Genuss und regionale Wertschöpfung im Harz


Der Landkreis Goslar ist eine bedeutende Tourismusregion. Nach Ihren Angaben werden jährlich rund 2,5 Millionen gewerbliche Übernachtungen registriert. Hinzu kommen zahlreiche Tagesgäste und Übernachtungen in kleineren Unterkünften.

Für die Gastronomie und regionale Lebensmittelanbieter eröffnen hochwertige Trüffeln interessante Möglichkeiten.

Denn Burgundertrüffeln sind kein Lebensmittel, das in großen Mengen verzehrt werden muss. Bereits wenige Gramm können einem Gericht eine besondere aromatische Note verleihen.

Trüffelgenuss für Gastronomie, Urlaubsgäste und Feinschmecker

Frische Burgundertrüffeln eignen sich beispielsweise zur Veredelung von Eierspeisen, Pasta, Kartoffelgerichten, Käse und ausgewählten Fleischgerichten.

Entscheidend sind die Qualität, die fachgerechte Beurteilung des Erntezustandes und die richtige Verwendung in der Küche.

Mit frischen Burgundertrüffeln aus Thüringer Produktion bieten wir eine Möglichkeit, diese heimische Delikatesse kennenzulernen.

Entdecken Sie den Geschmack frischer Burgundertrüffeln – und erfahren Sie, wie aus einem heimischen Pilz eine hochwertige regionale Spezialität wird.

Häufige Fragen zu Trüffeln und Trüffelanbau im Landkreis Goslar

  • Gibt es natürliche Trüffeln im Landkreis Goslar?

    Ja. Die Forschungsgruppe Hypogäen hat natürliche Burgundertrüffelvorkommen (Tuber aestivum) im Landkreis Goslar nachgewiesen. Zu den untersuchten Gebieten gehören Bad Harzburg, das nördliche Harzvorland und die kalkreichen Höhenzüge um Goslar.

  • Wo kann man im Harz Burgundertrüffeln finden?

    Burgundertrüffeln wachsen bevorzugt an geeigneten Standorten mit passenden Ektomykorrhizapartnern. Im nördlichen Harzvorland sind insbesondere bestimmte kalkhaltige Landschaften interessant. Konkrete Fundstellen werden zum Schutz der Vorkommen nicht veröffentlicht. Die Entnahme wild wachsender Trüffeln unterliegt zudem naturschutzrechtlichen Beschränkungen.

  • Kann man im Landkreis Goslar Trüffeln anbauen?

    Ja, geeignete Standorte vorausgesetzt. Kalkhaltige Böden im Harzvorland können gute Ausgangsbedingungen bieten. Ob eine Fläche tatsächlich für den wirtschaftlichen Trüffelanbau geeignet ist, sollte durch eine fachliche Standortuntersuchung geklärt werden.

  • Welche Trüffelart eignet sich für den Anbau bei Goslar?

    Die Burgundertrüffel (Tuber aestivum) ist aufgrund ihrer nachgewiesenen natürlichen Vorkommen in der Region besonders interessant. Für den Anbau müssen jedoch die jeweiligen Boden- und Standortbedingungen berücksichtigt werden.

  • Braucht man für die Trüffelsuche unbedingt einen Hund?

    Ein ausgebildeter Trüffelhund ist für eine gezielte und schonende Suche besonders hilfreich. Gelegentlich werden Trüffeln auch zufällig entdeckt, beispielsweise unter Moos, bei Bodenarbeiten oder an Gehölzrändern. Solche Zufallsfunde ersetzen jedoch keine systematische Trüffelsuche.

  • Fressen Wildschweine Burgundertrüffeln?

    Unsere Wildkamera-Beobachtungen zeigten Wildschweine, die natürliche Burgundertrüffelstandorte durchquerten, ohne die vorhandenen Trüffeln erkennbar zu fressen. Daraus lässt sich allerdings nicht schließen, dass Wildschweine grundsätzlich keine Burgundertrüffeln verzehren.

  • Muss eine Trüffelplantage bewässert werden?

    Für einen planbaren, ertragsorientierten Trüffelanbau empfehlen wir eine bedarfsgerechte Bewässerung bereits ab der Anwachsphase. Zwar wachsen Burgundertrüffeln auch ohne zusätzliche Wasserzufuhr, doch können längere Trockenperioden die Entwicklung der Kultur und der Fruchtkörper beeinträchtigen.

  • Wie lange dauert es, bis eine Trüffelplantage Erträge liefert?

    Die Zeit bis zur ersten Ernte hängt von Standort, Pflanzmaterial und Kulturführung ab. In unseren Anlagen wurden unter geeigneten Bedingungen bereits ab dem vierten beziehungsweise fünften Standjahr Trüffeln geerntet. Ein bestimmter Erntebeginn lässt sich jedoch nicht garantieren.

  • Kann man Trüffelbäumchen kaufen und einfach auspflanzen?

    Das Pflanzen mykorrhizierter Bäume allein genügt nicht. Eine Trüffelkultur benötigt geeignete Bodenbedingungen, Wasserversorgung und eine langfristige Bewirtschaftung, die sich an der Lebensweise des Pilzes orientiert. Deshalb empfehlen wir vor dem Pflanzen eine Standortprüfung und fachliche Schulung.

  • Wo kann ich frische Burgundertrüffeln kaufen?

    Frische Burgundertrüffeln aus Thüringer Produktion können über die Thüringer Freilandpilze GmbH bezogen werden, soweit sie saisonal verfügbar sind. Sie eignen sich für private Genießer ebenso wie für Gastronomiebetriebe, die ihren Gästen hochwertige Trüffelgerichte anbieten möchten.

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